[
 {
  "id": "V01",
  "titel": "Außenlager Velten",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.67018,
  "lon": 13.19623,
  "lage": "ungefähr: Adresse Berliner Straße 8d. OpenStreetMap setzt die Adresse auf 52.67018, 13.19623, Wikipedia nennt 52.6704, 13.1963. Der Verlauf des Geländes ist nicht belegt.",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Von März 1943 bis April 1945 bestand am Bahnhalt Hohenschöpping ein Außenlager für Frauen, zunächst des KZ Ravensbrück, ab September 1944 des KZ Sachsenhausen. Die Frauen mussten für Rüstungsbetriebe arbeiten, unter anderem für die Ikaria und das Havelschmelzwerk. Ende 1944 waren es 722 Frauen. In der Nacht zum 20. April 1945 wurde das Lager geräumt.",
  "quellen": "Wikipedia, Artikel «KZ-Außenlager Velten» (eigene Zusammenfassung); Stadt Velten, Gedenktafeln; OpenStreetMap (Koordinate). Primärquellen (Arolsen Archives, Gedenkstättenarchive) sind noch nicht ausgewertet.",
  "foto": null,
  "personen": null,
  "region": "velten",
  "route": "",
  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
 },
 {
  "id": "V03",
  "titel": "Ikaria Werke",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.6718,
  "lon": 13.1981,
  "lage": "ungefähr: Berliner Straße 12b (OpenStreetMap). Die Reichsbetriebskarte nennt Nr. 14, Wikipedia 12b. Offen.",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Rüstungsbetrieb für Luftwaffengeräte, Waffenstände und Flugzeugverglasung, 1934 gegründet, Abnehmer war vor allem das Heinkel-Werk Oranienburg. Im März 1944 hatte der Betrieb 1.219 Beschäftigte. Frauen des Außenlagers mussten hier arbeiten.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004); Wikipedia, Artikel «KZ-Außenlager Velten»; OpenStreetMap (Koordinate).",
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  "region": "velten",
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  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
 },
 {
  "id": "V04",
  "titel": "Havelschmelzwerk",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.6744,
  "lon": 13.1914,
  "lage": "unsicher: heutige Berliner Straße 8 (OpenStreetMap), rund 550 m vom Lager. Die Hausnummer auf der Reichsbetriebskarte ist unleserlich.",
  "gewissheit": "belegt, Lage offen",
  "text": "Betrieb für Vormaterial aus Nichteisenmetallen, 1939 gegründet. Frauen des Außenlagers waren hier eingesetzt. Der Betrieb leitete 1944 sein Abwasser in den Muhrgraben, wie die Dürener Metallwerke 1942.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004); BLHA Rep. 2A I Kom 1971; Wikipedia.",
  "foto": null,
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  "region": "velten",
  "route": "",
  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
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 {
  "id": "V05",
  "titel": "Veltener Maschinenbau (Velma)",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
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  "lon": null,
  "lage": "noch nicht verortet (Berliner Straße 14)",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Rüstungsbetrieb für Luftwaffengeräte, 1936 gegründet, im März 1944 mit 1.695 Beschäftigten. Er bildete mit der Ikaria einen Werksverbund.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004).",
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  "region": "velten",
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  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "keine",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
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 {
  "id": "V06",
  "titel": "Velmet, Veltener Leichtmetall-Gießerei",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.6832,
  "lon": 13.177,
  "lage": "ungefähr: Bahnstraße 18 (OpenStreetMap)",
  "gewissheit": "belegt (Karte), KZ-Bezug nicht belegt",
  "text": "Gießerei für Leichtmetall und Kundenguss mit 300 Beschäftigten (März 1944), Konzern der Dürener Metallwerke. Ein Einsatz von KZ-Häftlingen ist nicht belegt.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004).",
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
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  }
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  "id": "V07",
  "titel": "Bergmann, Werk Velten",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
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  "lage": "noch nicht verortet (Kanalstraße, es gibt zwei Treffer in OpenStreetMap)",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Waffen- und Munitionsfabrik, 1944 mit rund 1.779 Beschäftigten (Zahl unsicher gelesen). Zwangsarbeitende wohnten auf dem Werksgelände und in Lagern. Für 300 Arbeitskräfte wurde am 25.4.1944 ein Lager beantragt.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004); BLHA Rep. 2A I Hb 1830, Bild 79; Wikipedia.",
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "keine",
   "namen": "keine Namen",
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  }
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  "id": "V08",
  "titel": "Deichmann, Feuerwerkslaboratorium",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.6846,
  "lon": 13.1656,
  "lage": "ungefähr: Bötzower Straße 205 (BLHA-Titel). Die Reichsbetriebskarte nennt Nr. 137, beide können dasselbe Gelände meinen.",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Herstellung von Leucht- und Signalmunition, im August 1943 mit 250 Beschäftigten. Am 3.7.1943 wurde ein Barackenlager genehmigt.",
  "quellen": "Reichsbetriebskartei, Bundesarchiv R 3/2001/0270 (Abschrift 2004); BLHA Rep. 2A I Hb 1830, Bild 33.",
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   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
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  "id": "V09",
  "titel": "Gasthaus Bahnstraße 12, Munitionsfertigung",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": 52.6828,
  "lon": 13.1764,
  "lage": "ungefähr: Bahnstraße 12 (OpenStreetMap)",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "In einem Gasthaus begann am 10.10.1944 eine Munitionsfertigung der Firma Bergmann. Beschäftigt waren Frauen für Infanteriemunition.",
  "quellen": "Ordner Geschichtsprojekt 2004 (Material Bergmann); Projektrecherche Velten (Stand 8.10.2026).",
  "foto": null,
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
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 {
  "id": "V10",
  "titel": "Flakzeugamt Velten",
  "gruppe": "Außenlager und Betriebe",
  "lat": null,
  "lon": null,
  "lage": "noch nicht verortet",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Wehrmachtseinrichtung, spätestens seit 1939 in Velten. In einem Gemeinschaftslager waren 61 Italiener untergebracht. Ob das Gelände mit dem der Ikaria zusammenhängt, ist offen.",
  "quellen": "BLHA Rep. 2A I Kom 5884 (Bild 165 bis 173, 251).",
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  "region": "velten",
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  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "keine",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
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  "id": "V11",
  "titel": "Gasthaus Bergschloss, Unterkunft",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": 52.6959,
  "lon": 13.1723,
  "lage": "ungefähr: Bergstraße 10 (OpenStreetMap)",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Das Gasthaus nahm rund 65 Beschäftigte des Eisen- und Stahlwerks auf (Mietvertrag vom 6.2.1943). Ein Vorvertrag stammt von 1941. Es waren ausländische Arbeiter.",
  "quellen": "Ordner Geschichtsprojekt 2004 (Gasthaus Bergschloss).",
  "foto": null,
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
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  "id": "V12",
  "titel": "Kriegsgefangenen-Arbeitskommando Mühlenstraße 30",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": 52.6943,
  "lon": 13.1758,
  "lage": "ungefähr: Straßenabschnitt Mühlenstraße, die Nummer 30 ist in OpenStreetMap nicht eindeutig",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Das Arbeitskommando der Stadt Velten mit 150 französischen Kriegsgefangenen war hier untergebracht. Im September 1944 ist es in den Akten genannt, ein Fernsprechanschluss wurde 1943 beantragt.",
  "quellen": "BLHA Rep. 2A I Kom 5884 (Bild 269 bis 275).",
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
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 {
  "id": "V13",
  "titel": "Lager der Veltag, Mühlenstraße",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": 52.6942,
  "lon": 13.1698,
  "lage": "ungefähr: Straßenabschnitt Mühlenstraße, Hausnummer offen",
  "gewissheit": "Hinweis, Einzelheiten offen",
  "text": "In der früheren Ofenfabrik der Veltag bestand in der Kriegszeit ein Zwangsarbeiterlager. Ein Grundriss soll im Ofenmuseum liegen.",
  "quellen": "Brief 2002 an den Bürgermeister (Ordner Geschichtsprojekt 2004).",
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  "region": "velten",
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   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
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 {
  "id": "V14",
  "titel": "Barackenlager am Heidekrug (Bergmann)",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
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  "lon": null,
  "lage": "noch nicht verortet",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Am 28.4.1943 lebten in Baracken auf der Wiese am Heidekrug 67 Kroaten und Slowaken sowie 40 Ostarbeiter. Der Lageplan vom 31.3.1943 trägt den Vermerk «nicht genehmigt».",
  "quellen": "Ordner Geschichtsprojekt 2004 (Material Bergmann).",
  "foto": null,
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  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
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   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
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 {
  "id": "V15",
  "titel": "Werkslager Berliner Straße 13/14 (Ikaria und Velma)",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": 52.673,
  "lon": 13.1971,
  "lage": "Gebiet: Berliner Straße 13 (OpenStreetMap), keine Hausnummer eines heutigen Wohnhauses gemeint",
  "gewissheit": "wahrscheinlich",
  "text": "Zivilarbeiterlager der beiden Werke. Eine Zeitzeugin nennt über 1000 Personen, was nicht aktenkundig ist. Im Sterberegister steht diese Anschrift bei mindestens 12 Todesfällen von 1942 bis 1945 (Auswahl bis Februar 1945).",
  "quellen": "Sterberegister Velten (Abschrift 2004); Briefe 2004 (Erinnerung); Projektrecherche Velten (Stand 8.10.2026).",
  "foto": null,
  "personen": null,
  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
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  "id": "V16",
  "titel": "Unterkünfte an der Breiten Straße",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": 52.6918,
  "lon": 13.1818,
  "lage": "Gebiet: Straßenabschnitt Breite Straße, ohne Hausnummern",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Im Sterberegister stehen Unterkünfte an der Breiten Straße bei mindestens 4 Todesfällen und mehreren Geburten 1943 bis 1945. Wer dort wohnte, waren ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihren Kindern.",
  "quellen": "Sterberegister und Geburtenbuch Velten (Abschrift 2004, Auswahl).",
  "foto": null,
  "personen": null,
  "region": "velten",
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   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "OpenStreetMap, ODbL",
   "namen": "keine Namen",
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  }
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 {
  "id": "V17",
  "titel": "Wo die Verstorbenen untergebracht waren",
  "gruppe": "Unterkünfte und Lager",
  "lat": null,
  "lon": null,
  "lage": "nicht einzeln verortet, Zählung nach Straße",
  "gewissheit": "belegt (Abschrift, Auswahl)",
  "text": "Das Sterberegister der Jahre 1942 bis Februar 1945 nennt als Anschrift: Kanalstraße (Bergmann-Gelände) 19 Todesfälle; Berliner Straße 13/14 12; Friedrichstraße 12; Breite Straße 4; Berliner Straße 8 (ziviles Werkslager) 4; Heidekrug 2; Mühlenstraße 2; je ein Fall Hohenschöpping, Bötzower Straße, Köhstraße, Germendorfer Straße. Zwei französische Kriegsgefangene haben keine Anschrift.\n\nDie Zahlen stammen aus einer Abschrift, die im Februar 1945 endet. Sie zeigen mindestens zehn verschiedene Unterkünfte im Stadtgebiet.",
  "quellen": "Sterberegister Velten (handschriftliche Abschrift 2004, eigene Auszählung).",
  "foto": null,
  "personen": null,
  "region": "velten",
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  "rechte": {
   "text": "eigener Text des Projekts, Tatsachen mit Quelle",
   "koordinate": "keine",
   "namen": "keine Namen",
   "foto": "kein Foto",
   "status": "frei"
  }
 },
 {
  "id": "V18",
  "titel": "Friedhof Velten",
  "gruppe": "Gräber und Gedenken",
  "lat": 52.6892,
  "lon": 13.168,
  "lage": "Friedhof Velten, Gräberfeld neben der Kapelle (Ortskenntnis, bestätigt 18.10.2026); Pin auf dem Friedhofsgelände, Gräberfeld nicht einzeln eingemessen",
  "gewissheit": "belegt (Liste), Lage bestätigt",
  "text": "Das Standesamt Velten meldete am 27.12.1949 dem Rat des Kreises Osthavelland 75 während des Krieges verstorbene ausländische Zivilarbeiter, bestattet auf dem Städtischen Friedhof Velten. Das Gräberfeld liegt neben der Kapelle. Die Einträge reichen vom 30.6.1940 bis zum 21.7.1945. Unter ihnen sind mindestens 15 Kinder von acht Tagen bis rund einem Jahr. Die Namen stehen unten so, wie sie in der Liste gelesen wurden, mit unsicheren Lesungen.\n\nIn der Liste fehlen Kriegsgefangene und Kinder, die ohne Todesvermerk in anderen Registern stehen. Sie ist deshalb nicht vollständig.",
  "quellen": "Arolsen Archives, 2.1.4 Sowjetische Besatzungszone, Teilbestand 6096005, digitale Dokumente 70953190 und 70953191 («Gräberliste Velten», Standesamt Velten, 27.12.1949), ITS Digital Archive, Arolsen Archives.",
  "foto": null,
  "personen": [
   [
    1,
    "Fotozian (Lesung unsicher) Ohanik",
    "12.8.1941",
    ""
   ],
   [
    2,
    "Andriktschuk Polasja",
    "5.8.1942",
    ""
   ],
   [
    3,
    "Kossarew Josef",
    "28.12.1942",
    ""
   ],
   [
    4,
    "Beinorowitsch Albina",
    "10.1.1943",
    ""
   ],
   [
    5,
    "Baba Antoni",
    "6.3.1943",
    ""
   ],
   [
    6,
    "Onoprijenko Sergej",
    "30.3.1943",
    ""
   ],
   [
    7,
    "Wazyk Sofia",
    "15.9.1943",
    ""
   ],
   [
    8,
    "Kujat Emilie",
    "24.9.1943",
    ""
   ],
   [
    9,
    "Iwanow Viktor",
    "22.12.1943",
    ""
   ],
   [
    10,
    "Pawlowitsch Valentina",
    "23.12.1943",
    ""
   ],
   [
    11,
    "Smarow Justyna",
    "3.1.1944",
    ""
   ],
   [
    12,
    "Litwin Klawa",
    "6.2.1944",
    ""
   ],
   [
    13,
    "Lakomy Josef",
    "12.2.1944",
    ""
   ],
   [
    14,
    "Gingo Leon",
    "14.2.1944",
    ""
   ],
   [
    15,
    "Derjagin Natja",
    "15.2.1944",
    ""
   ],
   [
    16,
    "Boka Stanislaw",
    "22.2.1944",
    ""
   ],
   [
    17,
    "Kotschergina Natja",
    "27.2.1944",
    ""
   ],
   [
    18,
    "Zarenkij Fjodor",
    "18.3.1944",
    ""
   ],
   [
    19,
    "Pyrek Robert Anton",
    "21.3.1944",
    "Standesamtsabschrift nennt den 31.3.1944"
   ],
   [
    20,
    "Klewin Jan",
    "24.3.1944",
    ""
   ],
   [
    21,
    "Kmoez Stefan",
    "4.4.1944",
    ""
   ],
   [
    22,
    "Katailof Michael",
    "5.4.1944",
    ""
   ],
   [
    23,
    "Jalowik Waldemar",
    "10.4.1944",
    ""
   ],
   [
    24,
    "Chodorow Nikolai",
    "13.4.1944",
    ""
   ],
   [
    25,
    "Socha Jakob",
    "21.4.1944",
    ""
   ],
   [
    26,
    "Skakun Lida",
    "6.6.1944",
    "Standesamtsabschrift nennt den 8.6.1944"
   ],
   [
    27,
    "Rjabkow Alexander",
    "26.6.1944",
    ""
   ],
   [
    28,
    "Antoschina Nina",
    "26.6.1944",
    ""
   ],
   [
    29,
    "Kurozab Julia",
    "27.6.1944",
    ""
   ],
   [
    30,
    "Sabewin Antonia",
    "8.7.1944",
    ""
   ],
   [
    31,
    "Kasutin Alexander",
    "13.7.1944",
    ""
   ],
   [
    32,
    "Omiltschuk Marija",
    "15.7.1944",
    ""
   ],
   [
    33,
    "Kaschena Matrena",
    "15.7.1944",
    ""
   ],
   [
    34,
    "Issakowa Katerina",
    "4.8.1944",
    ""
   ],
   [
    35,
    "Dmitrenko Annastasija",
    "22.8.1944",
    ""
   ],
   [
    36,
    "Kadrubowski Viktor",
    "1.9.1944",
    ""
   ],
   [
    37,
    "Omiltschuk Maria",
    "2.9.1944",
    ""
   ],
   [
    38,
    "Kyrvina Luba",
    "25.9.1944",
    "Standesamtsabschrift nennt den 25.12.1944"
   ],
   [
    39,
    "Panko Sveta",
    "6.10.1944",
    ""
   ],
   [
    40,
    "Wyszlonia Peter",
    "9.10.1944",
    ""
   ],
   [
    41,
    "Krygetowa Maria",
    "24.10.1944",
    ""
   ],
   [
    42,
    "Rakkormaja Vera",
    "24.10.1944",
    ""
   ],
   [
    43,
    "Bepetschkja Alcia",
    "2.11.1944",
    ""
   ],
   [
    44,
    "Weschchon Janina",
    "6.11.1944",
    ""
   ],
   [
    45,
    "Korto Viktor",
    "7.11.1944",
    ""
   ],
   [
    46,
    "Ignatjew Konstantin",
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    47,
    "Iwanowa Elisaweta",
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    "Kadrubowski Leonid",
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    "Brebnjuk Odarka",
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    "Zagonska Helena",
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    "Zeruk Wassili",
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    "Bavanow Kandratia",
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    "Koschelow Viktor",
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    ""
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    "Kurzyzki (Lesung unsicher) Dora",
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    ""
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    "Kubanski Viktor",
    "21.2.1945",
    ""
   ],
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    65,
    "Tejlipki (Lesung unsicher) Wetscheslau",
    "24.2.1945",
    ""
   ],
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    66,
    "Bessorabow Alexander",
    "19.3.1945",
    ""
   ],
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    67,
    "Teschudakow (Lesung unsicher) Alexej",
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    ""
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    ""
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    "Braulenka (ohne Vorname)",
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    ""
   ],
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    70,
    "Wilms (Lesung unsicher) Jacob",
    "30.6.1940",
    "am 22.8.1947 an unbekannten Ort umgebettet"
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    ""
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    ""
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  "lage": "ungefähr: Weg «Zur Erinnerung» (2012 benannt), rund 80 m vom Lager. Ältere Projektnotizen nannten den Anglerweg, das ist vor Ort zu klären.",
  "gewissheit": "belegt (Wikipedia), vor Ort zu prüfen",
  "text": "Seit April 2015 erinnert eine Stele aus Edelstahl an das Außenlager.",
  "quellen": "Wikipedia, Artikel «KZ-Außenlager Velten»; OpenStreetMap (Koordinate des Wegs).",
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  "gewissheit": "belegt (Wikipedia)",
  "text": "2010 wurde beim Abriss einer Holzbaracke eine russische Inschrift der Ukrainerinnen entdeckt. Die Baracke wurde 1948/49 verkauft und an anderer Stelle wieder aufgebaut. Wo sie heute steht, ist zu klären.",
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  "text": "1933 richteten die Nationalsozialisten in Velten ein frühes Lager im Meissnershof ein. Nach seiner Auflösung kamen Häftlinge nach Oranienburg. In der Literatur werden Richard Ungermann und Oskar Debus als Opfer genannt. Eine Gedenktafel nennt 1945/46, die Literatur 1933. Was genau geschah und wo das Gelände lag, ist noch zu klären.",
  "quellen": "Wikipedia, Artikel zu Velten und zum frühen Lager (eigene Zusammenfassung); Gedenktafel vor Ort. Primärquellen stehen aus.",
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  "text": "In der Viktoriastraße führte eine jüdische Familie ein Schuhwarengeschäft, bis 1938/39. Die Familie wird hier nicht genannt.",
  "quellen": "Ordner Geschichtsprojekt 2004 (Jüdische Bürger in Velten 1880 bis 1943).",
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  "lage": "noch nicht verortet: der Weiler Hohenschöpping liegt rund 2 km östlich, der Haltepunkt lag laut Wikipedia am Lager",
  "gewissheit": "belegt",
  "text": "Der Haltepunkt der Kremmener Bahn bestand von 1938 bis 1998. Das Außenlager lag unmittelbar daneben, hier kamen die Frauen an.",
  "quellen": "kremmener-bahn.net; Wikipedia, Artikel «KZ-Außenlager Velten».",
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  "titel": "Hinrichtung von Kriegsgefangenen am Tonberg (Zeugenaussage)",
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  "lage": "noch nicht verortet, in OpenStreetMap gibt es zwei Tonberg",
  "gewissheit": "Zeugenaussage, ungeprüft",
  "text": "Aussagen von 1947/48 in Prozessakten sprechen von der Erschießung von Kriegsgefangenen am Tonberg im Jahr 1944. Ob und wie das zusammenhängt, ist ungeklärt. Der Eintrag ist nur ein Hinweis.",
  "quellen": "Prozessakten (Ordner Geschichtsprojekt 2004), nicht eingesehen.",
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  "text": "Hier beginnt der Besuch im Stammlager: Einlasskontrolle, Garderobe, Toiletten und Treffpunkt für Führungen. Tickets sind personalisiert, haltet Ausweis und Buchungsbestätigung bereit. Große Taschen müssen in die Garderobe. Die Gedenkstätte bittet um respektvolles Verhalten: keine Selfies mit Lächeln, nicht auf Gleisen balancieren, Fotos zurückhaltend und ohne Blitz. Planung: Zwischen Stammlager und Birkenau (ca. 3 km) verkehrt ein Shuttlebus der Gedenkstätte, Haltestelle siehe Punkt S12.",
  "quellen": "Gedenkstätte Auschwitz; Meldungen der Gedenkstätte zu Besucherregeln 2023 und 2025; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "Tor «Arbeit macht frei»",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20337,
  "text": "Der Satz über dem Tor war Zynismus und Täuschung zugleich. Das Lager wurde im Mai 1940 für polnische politische Häftlinge auf dem Gelände einer ehemaligen polnischen Kaserne eingerichtet und später auf 28 Blöcke erweitert. Der Schriftzug, den Häftlinge auf Befehl der SS anfertigen mussten, wurde im Dezember 2009 gestohlen und in Stücken wiedergefunden; das Schild über dem Tor ist heute eine Nachbildung. Beim Ausmarsch zur Arbeit spielte hier eine Häftlingskapelle, damit die Kolonnen im Gleichschritt zählbar blieben. Der Lagerzaun war 3,3 Meter hoch und stand unter Strom.\n\nBezug Sachsenhausen: Die ersten 30 Häftlinge, die im Mai 1940 im Stammlager ankamen, waren deutsche «Funktionshäftlinge» aus dem KZ Sachsenhausen. Sie standen an der Spitze der Häftlingshierarchie. Rudolf Höß, der erste Kommandant, war zuvor Schutzhaftlagerführer in Sachsenhausen. Sachsenhausen bei Oranienburg wurde ab August 1936 als Modell- und Schulungslager der SS gebaut; ab 1938 saß dort die Inspektion der Konzentrationslager, die Verwaltungszentrale aller KZ. Auschwitz war also organisatorisch mit Oranienburg verbunden. (Quellen: KAS, Höß-Essay; DHM LeMO, KZ Sachsenhausen)",
  "quellen": "planet-schule.de (WDR 2019); In Your Pocket Kraków; research.annefrank.org; DHM LeMO",
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   "beschr": "Tor mit Schriftzug, Blick auf das Torgebäude",
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  "titel": "Lagerküche",
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  "text": "In der Nähe der Lagerküche stand der Platz, an dem die Häftlingskapelle zum Ausmarsch spielte. Die Verpflegung war bewusst so knapp, dass Hunger, Erschöpfung und Krankheit zu den häufigsten Todesursachen zählten. Bis Februar 1942 starb der Großteil der Gefangenen an Unterernährung, Typhus und anderen Krankheiten.",
  "quellen": "DHM LeMO; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "text": "Auf dem Appellplatz mussten die Häftlinge bei jedem Wetter zum Zählappell antreten, morgens vor dem Ausmarsch und abends nach der Rückkehr, oft stundenlang. Hier fanden auch Strafappelle statt. Am Rand des Platzes stand der Sammelgalgen (Punkt S05).",
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  "titel": "Sammelgalgen (Nachbildung am Appellplatz)",
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  "text": "Hier wurden vor angetretenen Häftlingen öffentliche Hinrichtungen durchgeführt, um alle einzuschüchtern. Der Platz ist ein Ort der Stille. Rudolf Höß, von 1940 bis 1943 Kommandant, wurde nach seiner Verurteilung durch das Oberste Volkstribunal in Warschau am 16. April 1947 auf dem Gelände des Stammlagers hingerichtet.",
  "quellen": "Deutsche Biographie (Höß); Wikipedia Rudolf Höß; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "Block 4: Vernichtung",
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  "text": "Block 4 gibt einen Überblick darüber, wie Auschwitz zum Zentrum des Völkermords wurde. Gezeigt werden unter anderem Baupläne von Gaskammern, Dosen mit Zyklon B und die Fotos von Häftlingen. Am schwersten auszuhalten sind die über sieben Tonnen menschlichen Haars, das die SS sammelte und an Betriebe verkaufte. Der Raum macht die Dimension greifbar. Es ist in Ordnung, hier eine Pause zu machen oder den Raum schneller zu verlassen.",
  "quellen": "In Your Pocket Kraków (Rundgangsbeschreibung); Gedenkstätte Auschwitz",
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  "titel": "Block 5: Hinterlassene Dinge",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20487,
  "text": "Wer in Auschwitz ankam, musste sein Gepäck und seine persönlichen Dinge abgeben. Block 5 zeigt, was übrig blieb: Brillen, Prothesen, Rasierzeug, beschriftete Koffer, Kinderschuhe. Die Koffer tragen Namen und Herkunftsorte, die Menschen hofften bis zuletzt, ihr Gepäck wiederzubekommen. Wenn ihr einen Namen entdeckt, hilft es, ihn laut zu lesen. Er steht für einen Menschen.",
  "quellen": "In Your Pocket Kraków; DHM LeMO (Selektion); Gedenkstätte Auschwitz",
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   "beschr": "Backsteinblöcke im Stammlager",
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  "titel": "Block 10, Block 11 und Schwarze Wand",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lat": 50.02513,
  "lon": 19.20348,
  "text": "Der Punkt liegt auf Block 11 (Block 10 liegt rund 30 Meter nördlich, die Schwarze Wand rund 25 Meter östlich davon). Block 11 war das Lagergefängnis, der «Todesblock». Hier fand am 3. September 1941 das erste Massentöten mit Zyklon B statt: In den Kellerzellen wurden rund 600 sowjetische Kriegsgefangene und 250 kranke polnische Häftlinge sowie etwa zehn Häftlinge der Strafkompanie eingesperrt, die Fenster mit Erde verschlossen. In der Nacht zum 5. September waren alle tot. Zwischen Block 10 und 11 stand die Todeswand (nach dem Krieg nachgebildet), an der Tausende erschossen wurden, bis März 1944. In Block 10 führten SS-Ärzte Versuche an Frauen durch, darunter der Gynäkologe Carl Clauberg ab April 1943 (Sterilisationsversuche).\n\nBezug Sachsenhausen: Auch in Sachsenhausen ermordete die SS ab Oktober 1941 sowjetische Kriegsgefangene, dort in einer eigens errichteten Genickschussanlage, über 12.000 Männer. Die Tat in Block 11 im September 1941 trifft dieselbe Opfergruppe im selben Herbst. Bezug Ravensbrück: Am 26. März 1942 kamen die ersten 999 Frauen aus Ravensbrück ins Stammlager, begleitet von der Oberaufseherin Johanna Langefeld; die Blöcke 1 bis 10 bildeten das abgetrennte Frauenlager. Der Arzt Carl Clauberg setzte seine Sterilisationsversuche später in Ravensbrück fort, an mindestens 35 Frauen. (Quellen: DHM LeMO, KZ Sachsenhausen; auschwitz.org, erste Frauentransporte; auschwitz.org, Block 10; Wikipedia, KZ Ravensbrück)\n\nPersonen (Gedenkstätte Auschwitz, auschwitz.org): Maximilian Kolbe, Franziskanerpater, am 17.2.1941 in Niepokalanów verhaftet, nach Haft im Warschauer Pawiak am 29.5.1941 nach Auschwitz gebracht. Nach der Flucht eines Häftlings wählte der Lagerführer Karl Fritzsch Ende Juli 1941 zehn Männer zum Hungertod aus. Kolbe trat vor und bot an, für Franciszek Gajowniczek zu sterben. Er starb am 14.8.1941 im Keller von Block 11 (Zelle 18) durch eine Phenolspritze, als er nach etwa zwei Wochen noch lebte. Franciszek Gajowniczek (Häftlingsnummer 5659, geboren 15.11.1901, gestorben 13.3.1995 in Brzeg) überlebte. Er wurde im KZ Sachsenhausen befreit, hier liegt die direkte Verbindung zu Ihrer Heimat. Seine beiden Söhne starben im Januar 1945 bei einem sowjetischen Bombenangriff in Rawa Mazowiecka. Er wurde Laienmissionar, war 1971 und 1982 Gast bei Kolbes Selig- und Heiligsprechung und ist in Niepokalanów beigesetzt (Quelle: Wikipedia zu Gajowniczek, Angaben zum Tod der Söhne dort, nicht in einer Gedenkstättenquelle geprüft). Fotos: Historische Porträts liegen bei Wikimedia Commons, die Lizenz muss je Bild geprüft werden; hier nicht eingebettet.",
  "quellen": "auschwitz.org (Jahrestag erster Massenvergasung); Koordinaten und Wikipedia (Block 10, Block 11, Schwarze Wand); Zeugenaussage Markowski (chroniclesofterror.pl); auschwitz.org Podcast Block 10",
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   "beschr": "Ziegelwand und Hof am Ende der Lagerstraße",
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  "titel": "Block 13: Sinti und Roma",
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  "text": "Block 13 erinnert an die Verfolgung der Sinti und Roma. Etwa 23.000 Roma und Sinti wurden nach Auschwitz deportiert, rund 21.000 starben im Lager oder in den Gaskammern. Die meisten waren im Familienlager Birkenau (Abschnitt BIIe) untergebracht, das in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 aufgelöst wurde. In Birkenau besucht ihr den Ort später (Punkt B14).",
  "quellen": "auschwitz.org (Bildungsveranstaltung 2023); Wikipedia Zigeunerfamilienlager; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "namen": "keine Namen",
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  "id": "S10",
  "titel": "Block 27: Shoah und Buch der Namen",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.2023,
  "text": "Die nationale Ausstellung «Shoah» in Block 27 wurde von Yad Vashem gestaltet und am 13. Juni 2013 eröffnet. Sie zeigt jüdisches Leben vor dem Krieg, die Ideologie der Täter und die Ermordung der Juden Europas. Im letzten Raum liegt das Buch der Namen: sieben Meter lang, mit rund 4,8 Millionen Namen ermordeter Juden (Stand der Neuauflage 2023), geordnet mit Geburtsdatum, Herkunft sowie Ort und Datum des Todes. Die letzten Seiten bleiben leer für die Namen, die noch nicht gefunden sind. Wenn ihr wollt, sucht dort die Namen eurer Velten-Verbindung (siehe Punkt B18).",
  "quellen": "auschwitz.org (Shoah, Block 27); Wikipedia The Book of Names; Yad Vashem; Times of Israel 2025",
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  "titel": "Krematorium I und erste Gaskammer",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20492,
  "text": "Das Krematorium wurde ab August 1940 als normale Einrichtung des Lagers genutzt, bis Juli 1943. Im Herbst 1941 wurde die Leichenhalle (ca. 30 mal 5 Meter, ohne Fenster) zur ersten Gaskammer des Lagers umgebaut. Zunächst wurden hier sowjetische Kriegsgefangene getötet. Ab dem Frühjahr 1942 kamen Juden aus Europa hinzu. Nachdem in Birkenau größere Anlagen in Betrieb gingen, wurden die Vergasungen hier im Herbst 1942 eingestellt. Teile des Gebäudes wurden nach dem Krieg wiederhergestellt. Ein Ort für einen stillen Moment.",
  "quellen": "correctiv.org (Auskunft der Gedenkstätte); research.annefrank.org; phdn.org (Pressac, Kap. Krematorium I)",
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   "lizenz": "CC BY-SA 3.0"
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  "titel": "Haltestelle Shuttlebus nach Birkenau",
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  "lon": 19.20628,
  "text": "Von hier fährt der Bus der Gedenkstätte nach Auschwitz II-Birkenau. Fahrzeiten und Taktung bitte vor Ort am Aushang prüfen, sie ändern sich je nach Saison. Der Weg ist rund 3 Kilometer lang. Die Deportationszüge hielten zwischen beiden Lagern, bevor 1944 ein Gleis direkt ins Lager Birkenau gelegt wurde.",
  "quellen": "Gedenkstätte Auschwitz; planet-schule.de; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "S13",
  "titel": "Krankenbau: Blöcke 19, 20, 21 und 28",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20325,
  "text": "In diesem Bereich lag der Häftlingskrankenbau (Blöcke 19, 20, 21, 28). Für viele Häftlinge bedeutete die Einweisung nicht Heilung: Bei Selektionen wurden kranke Häftlinge zur Ermordung ausgesucht, und im Block 20 wurden Häftlinge mit Phenolspritzen getötet. Leichen wurden im Keller von Block 28 gesammelt und nachts zum Krematorium gefahren. Ein Zeuge berichtete, dass täglich 20 bis 70 Tote abtransportiert wurden.",
  "quellen": "Zeugenaussage Markowski (chroniclesofterror.pl); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "datei": "Block 21 - panoramio.jpg",
   "beschr": "Eingang von Block 21",
   "urheber": "fabiolah",
   "lizenz": "CC BY 3.0"
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  "id": "S14",
  "titel": "Block 26: Kanada I",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20252,
  "text": "In Block 26 lag das erste «Kanada»: das Lager, in dem die Habe der Ermordeten und Ankommenden sortiert wurde. Die Häftlinge nannten es so, weil dort ein Reichtum an Dingen lag, der ihnen selbst fehlte. Im Dezember 1943 wurde Kanada II in Birkenau erweitert (Punkt B21).",
  "quellen": "Wikipedia Kanada warehouses; OpenStreetMap (Koordinaten)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
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  "foto": {
   "datei": "Auschwitz - Block 26 – Fotostudio.jpg",
   "beschr": "Hausnummernschild Block 26",
   "urheber": "Winfried Laasch",
   "lizenz": "CC BY-SA 4.0"
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   "foto": "CC BY-SA 4.0, Winfried Laasch",
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  "id": "S15",
  "titel": "Politische Abteilung (Lage laut OSM)",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
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  "lon": 19.20524,
  "text": "Die Politische Abteilung war die Gestapo-Dienststelle des Lagers. Hier wurden Häftlinge verhört und gefoltert; berüchtigt ist die «Boger-Schaukel», benannt nach dem SS-Mann Wilhelm Boger. Die Verhöre im Block 11 und in diesem Bereich dienten der Erpressung von Aussagen. Die Lagerleitung (Kommandantur) befand sich in unmittelbarer Nähe (Punkt S16).",
  "quellen": "Wikipedia Block 11 (Boger-Schaukel); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "S16",
  "titel": "Lagerkommandantur und Verwaltung",
  "gruppe": "Stammlager Auschwitz I",
  "route": "meist nicht (Ergänzung)",
  "lat": 50.02725,
  "lon": 19.20595,
  "text": "Hier saß die Leitung des Lagers. Rudolf Höß war Kommandant von 1940 bis 1943 und organisierte und verantwortete die Ermordung von mehr als einer Million europäischer Juden in Auschwitz. Die Täterstruktur machte sichtbar, wie arbeitsteilig der Massenmord organisiert war: Verwaltung, Bauleitung, Wirtschaft, Medizin, Wachpersonal.\n\nBezug Sachsenhausen und Ravensbrück: Höß war vor Auschwitz Blockführer in Dachau und Schutzhaftlagerführer in Sachsenhausen. Ab November 1944 koordinierte er in Ravensbrück die Massentötungen in der dortigen Gaskammer. (Quellen: KAS, Höß-Essay; Wikipedia, KZ Ravensbrück)\n\nNachfahren des Kommandanten (Sonntagsblatt, Stuttgarter Zeitung): Rudolf Höß wurde 1947 gehängt. Sein Sohn Hans-Jürgen sprach mit den eigenen Kindern wenig über die Herkunft, verschwieg sie lange seiner Frau und schloss sich später den Zeugen Jehovas an. Die Enkel gehen heute unterschiedlich damit um, einer von ihnen begegnete Überlebenden. Hedwig Höß, die Witwe, starb 1989 bei einem Besuch in den USA und ist in Arlington begraben, auf dem Stein steht nur «Mutti». Im Haus, an dem Sie vorbeikommen, wuchsen diese Kinder auf. Es handelt sich um Angaben aus Zeitungsberichten.",
  "quellen": "Deutsche Biographie (Höß); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "region": "auschwitz",
  "foto": {
   "datei": "Auschwitz Kommandantenbüro von außen.jpg",
   "beschr": "Gebäude der Kommandantur von außen",
   "urheber": "Winfried Laasch",
   "lizenz": "CC BY-SA 4.0"
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   "foto": "CC BY-SA 4.0, Winfried Laasch",
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  "titel": "Dienstvilla des Kommandanten Höß",
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  "text": "Außerhalb des eigentlichen Lagers, in unmittelbarer Nähe, lag die Villa, in der Rudolf Höß als Kommandant mit seiner Familie wohnte. Der Ort zeigt, wie dicht der Alltag der Täter und der Massenmord nebeneinander lagen.",
  "quellen": "Koordinaten: Wikipedia (Dienstvilla Höß); Deutsche Biographie (Höß)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
  "region": "auschwitz",
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   "datei": "Rudolf Höss house - roadside façade.jpg",
   "beschr": "Haus an der Straße",
   "urheber": "Alecto Chardon",
   "lizenz": "CC BY 4.0"
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   "foto": "CC BY 4.0, Alecto Chardon",
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  "id": "B01",
  "titel": "Besucherzentrum Birkenau",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lon": 19.18493,
  "text": "Hier endet der Shuttlebus aus dem Stammlager. Toiletten gibt es an diesem Zentrum und kaum mehr auf dem weitläufigen Gelände. Birkenau ist sehr groß (weit über 100 Hektar), die Wege sind lang und im Oktober oft nass. Gutes Schuhwerk, warme Kleidung und Wasser einplanen. Grobe Schätzung für den Weg vom Tor bis zu den Krematoriumsruinen und zurück: 2 bis 3 Stunden.",
  "quellen": "Gedenkstätte Auschwitz; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "B02",
  "titel": "Haupttor und Torhaus",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lat": 50.03454,
  "lon": 19.18095,
  "text": "Das Torhaus mit dem Wachturm ist das Bild, das viele kennen. Das Gleis führte nach 1944 durch dieses Tor mitten ins Lager. Birkenau wurde ab 1941 etwa drei Kilometer vom Stammlager entfernt gebaut und war mit bis zu 90.000 Häftlingen das größte der drei Lager. Es bestand aus neun Unterabschnitten, die durch elektrische Zäune getrennt waren. Ab 1943 war Birkenau das Zentrum des Holocausts in Auschwitz.\n\nBezug Sachsenhausen, Ravensbrück, Velten: Die Räumung begann in Auschwitz am 18. Januar 1945 mit Märschen von rund 58.000 Häftlingen. Die nichtjüdischen Mitglieder des Mädchenorchesters kamen am 18. Januar 1945 nach Ravensbrück; ein Transport von über 2.000 Frauen wurde von Auschwitz über Groß-Rosen nach Ravensbrück geschickt, sollte nach Sachsenhausen weiter, wurde dort nicht aufgenommen und kehrte nach Ravensbrück zurück. Dasselbe Muster der Räumung zeigt sich in eurer Heimat: Sachsenhausen wurde am 20. April 1945 geräumt (über 33.000 Häftlinge, rund 6.000 Tote), das Außenlager Velten in der Nacht zum 20. April. (Quellen: bpb, Todesmarsch aus Auschwitz; Wikipedia, KZ Ravensbrück; DHM LeMO, KZ Sachsenhausen; Wikipedia, KZ-Außenlager Velten)",
  "quellen": "planet-schule.de (WDR 2019); research.annefrank.org; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "datei": "Birkenau, The Main Gate from Inside - panoramio.jpg",
   "beschr": "Torhaus, Blick von innen auf das Gleis",
   "urheber": "ekeidar",
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  "id": "B03",
  "titel": "Neue Rampe und Waggon",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lon": 19.17504,
  "text": "Bis Frühjahr 1944 hielten die Züge an der «Alten Rampe» (Punkt B17). Im Mai 1944 wurde das Gleis bis ins Lager verlängert, so dass die Züge fast bis zu den Krematorien II und III fuhren, vor allem für die Transporte der ungarischen Juden. Die Selektion fand nun hier statt: Ärzte der SS trennten Männer und Frauen, wählten «Arbeitsfähige» aus und schickten alle anderen, vor allem Kinder, Frauen mit Kleinkindern, Alte und Kranke, direkt zu den Gaskammern. Der Waggon in der Nähe steht für die Transporte, in die bis zu 100 Menschen gepfercht wurden.",
  "quellen": "geoff walden thirdreichruins.com; ssps.cz Chronik; DHM LeMO (Selektion); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "datei": "Auschwitz II-Birkenau rail line.jpg",
   "beschr": "Gleis in Birkenau",
   "urheber": "PiggiusMax",
   "lizenz": "CC BY-SA 4.0"
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   "foto": "CC BY-SA 4.0, PiggiusMax",
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  "titel": "Krematorium II und Gaskammer (Ruine)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lat": 50.03388,
  "lon": 19.16934,
  "text": "Krematorium II wurde im März 1943 in Betrieb genommen. Es hatte unterirdische Räume (Auskleideraum und Gaskammer) und darüber die Verbrennungsöfen. Die Opfer kamen von der Rampe zu Fuß oder auf Lastwagen hierher. Im November und Dezember 1944 baute die SS die Anlage ab und sprengte sie im Januar 1945. Heute liegen Trümmer da. Ein Ort für Stille und Respekt.",
  "quellen": "Geoff Walden thirdreichruins.com; phdn.org (Pressac); DHM LeMO; OpenStreetMap (Koordinaten)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
  "region": "auschwitz",
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   "datei": "Birkenau múzeum - panoramio (5).jpg",
   "beschr": "Ruinen im Gelände der Krematorien",
   "urheber": "pzk net",
   "lizenz": "CC BY 3.0"
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   "foto": "CC BY 3.0, pzk net",
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  "titel": "Internationales Denkmal",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lat": 50.03476,
  "lon": 19.16898,
  "text": "Das Internationale Denkmal für die Opfer des Lagers wurde 1967 am Ende des Gleises zwischen den Ruinen der Krematorien II und III errichtet. Davor stehen Gedenktafeln in vielen Sprachen. Viele Besucher legen hier Blumen oder Steine nieder oder halten kurz inne.",
  "quellen": "Geoff Walden thirdreichruins.com; OpenStreetMap (Koordinaten)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
  "region": "auschwitz",
  "foto": {
   "datei": "Emlékmű, Auswitch-Birkaneu 1. - panoramio.jpg",
   "beschr": "Denkmal am Ende der Gleise",
   "urheber": "Lajos Gál",
   "lizenz": "CC BY-SA 3.0"
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   "foto": "CC BY-SA 3.0, Lajos Gál",
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  "titel": "Krematorium III und Gaskammer (Ruine)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
  "route": "ja",
  "lat": 50.03559,
  "lon": 19.1694,
  "text": "Krematorium III wurde am 25. Juni 1943 fertiggestellt und entsprach in der Bauweise Krematorium II. Am 7. Oktober 1944 kamen im Aufstand des Sonderkommandos hier 171 Häftlinge ums Leben.",
  "quellen": "Geoff Walden thirdreichruins.com; en.wikipedia.org Sonderkommando revolt; OpenStreetMap (Koordinaten)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
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  "foto": {
   "datei": "Gas chamber of crematorium III in Auschwitz II (Birkenau) 2024 as seen from the memorial.jpg",
   "beschr": "Ruine der Gaskammer, vom Denkmal gesehen",
   "urheber": "Geertivp",
   "lizenz": "CC BY-SA 4.0"
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   "foto": "CC BY-SA 4.0, Geertivp",
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  "titel": "Abschnitt BIb: Männer- und Frauenlager",
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  "text": "Zunächst ein Männerlager, ab 1943 ein Frauenlager. Im Bereich BIb stehen noch einige der hölzernen Baracken. Sie waren einfache Pferdestall-Bauten und wurden mit vielen hundert Menschen belegt.",
  "quellen": "Wikipedia Auschwitz II-Birkenau; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "Abschnitt BIa: Frauenlager",
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  "lon": 19.17837,
  "text": "Das Frauenlager BIa ist heute teils von Wiese und Ruinen geprägt. In den Schlafbaracken waren sehr viele Frauen auf engstem Raum untergebracht; Kälte, Nässe, Hunger und Krankheit gehörten zum Alltag. Viele Frauen wurden zur Zwangsarbeit auf Baustellen oder Feldern eingesetzt.\n\nBezug Ravensbrück: Die ersten Frauen in Auschwitz kamen am 26. März 1942 aus Ravensbrück, im August 1942 zog das Frauenlager nach Birkenau um. Mehrere Aufseherinnen wechselten zwischen beiden Lagern: Maria Mandl war Oberaufseherin in Ravensbrück und ab 1942 Lagerführerin im Frauenlager Birkenau; Luise Brunner wurde im Juni 1942 in Ravensbrück ausgebildet, war ab Oktober 1942 in Birkenau und ab Dezember 1944 Oberaufseherin in Ravensbrück; Irma Grese begann 1942 in Ravensbrück und kam im März 1943 nach Birkenau. (Quellen: auschwitz.org, erste Frauentransporte; Wikipedia zu Mandl, Brunner, Grese)\n\nPerson: Mala Zimetbaum, geboren 26.1.1918 in Brzesko, ab 1928 in Antwerpen, in Birkenau Häftling Nr. 19880, Dolmetscherin und Läuferin, half im Untergrund anderen Frauen. Am 24.6.1944 floh sie mit dem polnischen Häftling Edek Galiński (er in SS-Uniform, sie mit gefälschtem Passierschein). Beide wurden am 6.7.1944 nahe der slowakischen Grenze gefasst, in Block 11 inhaftiert und am 15.9.1944 in Birkenau vor den Frauen öffentlich hingerichtet. Über ihren Tod gibt es widersprüchliche Berichte: Sie soll sich am Galgen die Pulsadern aufgeschnitten und einen SS-Mann geschlagen haben. Ihre Geschwister Gitla, Marjem und Salomon überlebten, Gitla wanderte nach Ecuador aus. Nachkommen sind genannt, aber nicht namentlich. Quelle: Wikipedia, Yad Vashem. Ein Foto liegt bei Wikimedia Commons, Lizenz je Bild prüfen.",
  "quellen": "planet-schule.de; Wikipedia Auschwitz II; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "datei": "Buildings at the Auschwitz II Birkenau women camp.jpg",
   "beschr": "Baracken im Frauenlager",
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  "titel": "Entlausungsbaracke (zwischen BIa und BIb)",
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  "text": "Neu eingewiesene Häftlinge wurden in Baracken wie dieser «entlaust»: Haare scheren, Kleidung abgeben, Desinfektion. Die Registrierung nahm den Menschen den Namen und gab ihnen eine Nummer, die in Auschwitz auf den Unterarm tätowiert wurde.",
  "quellen": "planet-schule.de; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "text": "Der erste Abschnitt des BII-Komplexes, nach der Ankunft für Männer als Quarantänebereich genutzt. Ihr seht hier die Fundamente und Kamine der Baracken, die heute das Bild von Birkenau prägen. Die Kamine blieben stehen, nachdem die Holzbaracken verbrannt oder verfallen sind.",
  "quellen": "Wikipedia Auschwitz II-Birkenau; OpenStreetMap (Koordinaten)",
  "kartendaten": "OpenStreetMap",
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   "datei": "Birkenau Camp (2433636793).jpg",
   "beschr": "Blick über das Lagergelände mit Wachturm",
   "urheber": "Antony Stanley aus Gloucester",
   "lizenz": "CC BY-SA 2.0"
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  "titel": "BIIb: Familienlager Theresienstadt",
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  "text": "Im September 1943 kamen 5.007 Juden aus Theresienstadt, im Dezember weitere 5.007, im Mai 1944 weitere 7.503; zusammen waren es bis zu 17.517 Menschen. Familien blieben zusammen und es gab einen Kinderblock. Die SS nutzte das Lager auch für Propaganda gegenüber dem Roten Kreuz. Das Lager wurde in Etappen aufgelöst, im März 1944 und im Juli 1944; die meisten Menschen wurden dabei ermordet.",
  "quellen": "bterezin.org.il (Family camp BIIb); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "BIIc: Durchgangslager für Jüdinnen",
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  "text": "Durchgangslager für jüdische Frauen und Mädchen. Viele wurden von hier zu Arbeitseinsätzen in andere Lager gebracht oder, wenn sie nicht arbeitsfähig waren, in die Gaskammern.",
  "quellen": "Wikipedia Auschwitz II-Birkenau; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "BIId: Männerlager",
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  "text": "Das Männerlager im Abschnitt BIId. Ein Teil der Häftlinge arbeitete in der Landwirtschaft, beim Bau und in den Lagerwerkstätten. Die Lebenserwartung von Häftlingen in Birkenau war kurz.",
  "quellen": "Wikipedia Auschwitz II-Birkenau; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "BIIe: Zigeunerfamilienlager (Sinti und Roma)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lat": 50.03776,
  "lon": 19.17318,
  "text": "Hier wurden ab dem 26. Februar 1943 ganze Familien der Sinti und Roma festgehalten, die meisten kamen aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen. Rund 23.000 Menschen wurden nach Auschwitz deportiert, etwa 21.000 starben. Am 16. Mai 1944 sollte das Lager aufgelöst werden; wegen Widerstands der Gefangenen brach die SS die Aktion ab. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die letzten rund 2.900 Frauen, Kinder und Älteren in den Gaskammern ermordet; zuvor waren 918 Männer und Jungen nach Buchenwald und 490 Frauen und Mädchen nach Ravensbrück gebracht worden. Der 2. August ist der internationale Gedenktag an den Völkermord an den Roma und Sinti.\n\nBezug Ravensbrück und Velten: Am 2. August 1944 kamen 490 Frauen und Mädchen aus dem Zigeunerlager nach Ravensbrück. Im Oktober 1944 wurden 217 Roma-Frauen und Mädchen von Ravensbrück nach Auschwitz zurückgebracht, erschöpft und «nicht arbeitsfähig», um dort ermordet zu werden. Auch im KZ-Außenlager Velten waren Sinti- und Roma-Frauen inhaftiert. (Quellen: holocaust.cz; Wikipedia, KZ-Außenlager Velten)",
  "quellen": "auschwitz.org; roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu; holocaust.cz; Zentralrat Deutscher Sinti und Roma (epd 2025)",
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  "titel": "BIIf: Krankenbau für Männer",
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  "text": "Das Krankenlager für Männer. Wer krank war und nicht schnell wieder arbeitsfähig, wurde oft bei Selektionen für die Gaskammern bestimmt.",
  "quellen": "Wikipedia Auschwitz II-Birkenau; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "B16",
  "titel": "Kartoffellager",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "text": "In Lageplänen und OpenStreetMap als Kartoffellager (Kartoffelbunker) verzeichnet. Von dem Gebäude sind Ruinen erhalten. Es liegt auf dem Weg zur Alten Rampe.",
  "quellen": "Pressac Plan von Birkenau (phdn.org); OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "titel": "Alte Rampe (Alte Judenrampe)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lon": 19.18772,
  "text": "Hier am Güterbahnhof Auschwitz, auf dem Nebengleis zwischen Stammlager und Birkenau, endeten die Deportationszüge bis Mai 1944. Auf dem Gleis wurden die Menschen nach Geschlechtern getrennt und von SS-Ärzten selektiert. Gepäck musste zurückgelassen werden. Wer als «arbeitsunfähig» eingestuft wurde, vor allem Kinder, Frauen mit Kleinkindern, Alte und Kranke, wurde direkt in die Gaskammern geschickt. Die Rampe ist als Gedenkort gestaltet; daneben liegen Gedenktafeln und der Brunnen der Tränen (Punkt B19). Hier ist ein guter Ort zum Verweilen.\n\nBezug Ravensbrück und Sachsenhausen: Am 6. Oktober 1942 wurden über 600 Frauen, fast ausnahmslos Jüdinnen, aus Ravensbrück nach Auschwitz deportiert. Im Oktober 1942 wurden auch die jüdischen Häftlinge aus Sachsenhausen nach Auschwitz deportiert; später folgten immer wieder Sammeltransporte arbeitsunfähiger Häftlinge. (Quellen: Wikipedia, KZ Ravensbrück und KZ Sachsenhausen)",
  "quellen": "DHM LeMO (Selektion); dfb.de Auf den Spuren von Julius Hirsch; Wikipedia; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "B18",
  "titel": "Hans Gorzelanczyk (Velten 1929, Auschwitz 1943)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "lat": 50.0308,
  "lon": 19.18785,
  "text": "Hans Gorzelanczyk wurde am 16. Mai 1929 in Velten (Mark) geboren, Sohn des Tabakhändlers Siegbert Gorzelanczyk und seiner Frau Käthe, geborene Eppstein. Die Familie lebte später in Berlin. Am 2. März 1943 wurde er mit seinen Eltern im 32. Osttransport vom Güterbahnhof Berlin Putlitzstraße nach Auschwitz deportiert. Der Zug mit 1.758 Menschen kam am 3. März 1943 an. Seine Halbschwester Ingeborg Jacob (geboren 10. Mai 1925) war einen Tag zuvor mit dem 31. Transport deportiert worden. Hans war knapp vierzehn Jahre alt. Es ist davon auszugehen, dass er kurz nach der Ankunft ermordet wurde; nach Danuta Czechs Kalendarium von Auschwitz wurden von einem am 3. März 1943 eingetroffenen Berliner Transport etwa 820 Menschen direkt in die Gaskammern geschickt. Das Schicksal des Einzelnen ist nicht dokumentiert. Im März 1943 hielten die Züge noch an der Alten Rampe, also an diesem Ort. Ihr könnt hier einen Moment stehen und seinen Namen nennen: Hans Gorzelanczyk. In Berlin erinnern Stolpersteine in der Sentastraße 3 an die Familie.\n\nBezug Velten: Im März 1943, in dem Monat, in dem Hans nach Auschwitz deportiert wurde, ließ die Inspektion der Konzentrationslager in Velten (Berliner Straße 8d, am Haltepunkt Hohenschöpping) ein Außenlager des KZ Ravensbrück einrichten. Bis April 1945 mussten dort Frauen für die Ikaria/Veltener Maschinenbau GmbH und die Havelschmelzwerk GmbH arbeiten, Zulieferer der Heinkel-Werke Oranienburg. Ende 1944 waren es 722 Frauen aus vielen Ländern, darunter jüdische, polnische, französische und Sinti- und Roma-Frauen. Ab September 1944 gehörte das Lager zum KZ Sachsenhausen. In der Nacht vom 19. zum 20. April 1945 wurde es geräumt; die Frauen wurden zu Fuß über Eberswalde Richtung Norden getrieben und Anfang Mai bei Parchim befreit. Heute erinnern eine Stele (2015) und der Weg «Zur Erinnerung». (Quelle: Wikipedia, KZ-Außenlager Velten)\n\nPersonen und Nachfahren (Stolpersteine Berlin, Biografien von Dr. Judith Hahn, Stolpersteine verlegt am 19.12.2014 in der Sentastraße 3, Berlin-Friedenau): Siegbert Gorzelanczyk, geboren 25.4.1887 in Samter (Szamotuły), Kaufmann, ab 1933 Tabakladen in der Bernhardstraße 15 in Wilmersdorf, 1935 aufgegeben, danach Handelsvertreter, zuletzt Zwangsarbeit in einer Spinnstofffabrik in Zehlendorf. Käthe, geborene Eppstein, geboren 14.1.1899 in Berlin, Tochter des Oberingenieurs Georg Eppstein und Margarete geb. Mahn; erste Ehe mit einem Herrn Jacob. Letzte Wohnung: Frobenstraße 27 (Wohnung im Besitz der Jüdischen Gemeinde), dort wohnte auch das Ehepaar Frieda und Arthur Herzfeld. Käthes Vater Georg starb am 11.12.1940, ihre Mutter Margarete wurde am 9.9.1942 nach Theresienstadt und von dort nach Treblinka deportiert. Ingeborg Jacob, geboren 10.5.1925 in Berlin, wurde Ende Februar 1943 bei der «Fabrikaktion» am Arbeitsplatz verhaftet und am 1.3.1943 mit dem 31. Osttransport nach Auschwitz gebracht, zusammen mit der Nachbarin Frieda Herzfeld. Die Eltern und Hans folgten am 2.3.1943 mit dem 32. Osttransport, gemeinsam mit Arthur Herzfeld. Alle gelten als in Auschwitz ermordet, vermutlich unmittelbar nach der Ankunft; ob sich die Familie dort noch einmal sah, ist nicht bekannt. Ein Halbbruder von Hans, geboren 1924 aus Siegberts erster Ehe, konnte mit einem Kindertransport fliehen und überlebte. Seine Mutter Gertrud, Siegberts erste Frau, wurde am 4.3.1943 aus Breslau nach Auschwitz deportiert und gilt als verschollen. Eigene Nachkommen von Hans gibt es nicht, er wurde nicht einmal 14 Jahre alt. Zu Nachkommen des überlebenden Halbbruders machen wir mit Rücksicht auf lebende Personen keine Angaben. Fotos: Die Stolpersteine-Seite zeigt Porträts von Hans, Siegbert, Käthe und Ingeborg mit dem Vermerk «© OTFW»; die Seite schließt eine Nutzung ohne Erlaubnis der Rechteinhaber aus. Deshalb sind die Fotos hier nicht eingebettet, sondern nur über die Quelle abrufbar.",
  "quellen": "stolpersteine-berlin.de (Biografien Hans, Siegbert, Käthe Gorzelanczyk, Ingeborg Jacob); statistik-des-holocaust.de (32. Osttransport); Yad Vashem Deportationsdatenbank",
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  "titel": "Brunnen der Tränen und Gedenktafeln an der Alten Rampe",
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  "text": "Der Brunnen der Tränen (Fountain of Tears) und mehrere Gedenktafeln erinnern an die Opfer. Auf einer Tafel ist die Zeichnung eines unbekannten Häftlings zu sehen, die heimlich im Lager entstand, in eine Flasche gesteckt und in einer Baracke versteckt wurde. Sie wurde 1947 gefunden.",
  "quellen": "Koordinaten und Tafeln: OpenStreetMap; fountainoftears.org",
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  "titel": "Sauna (Zentralsauna)",
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  "text": "Der Name führt in die Irre: In der «Zentralsauna», gebaut von März bis Dezember 1943 im Abschnitt BIIg, wurden die Ankommenden registriert, geschoren und «entwest», ihnen wurde die Kleidung genommen. Die Anlage diente auch der Ausplünderung der Ermordeten. Heute ist hier eine Ausstellung zu sehen, die Fotos von Ankommenden und Häftlingen zeigt (prüft vor Ort Öffnungszeiten und Zugang).",
  "quellen": "Gedenkstätte Auschwitz, The Architecture of Crime; auschwitzacademicguide.arts.ubc.ca; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "beschr": "Raum in der Zentralsauna",
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  "titel": "Kanada II (Effektenlager)",
  "gruppe": "Birkenau Auschwitz II",
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  "text": "Hier lagerte das Eigentum der Ermordeten: Koffer, Kleidung, Schuhe, Brillen, Kochgeschirr. Kanada II bestand ab Dezember 1943 aus rund 30 Holzbaracken. 1.500 bis 2.000 Häftlinge arbeiteten hier, sie sortierten die Dinge für den Versand ins Reich. Häftlinge nannten das Lager «Kanada», weil es dort Wertvolles gab. Heute sind nur Fundamente und Mauerreste zu sehen.",
  "quellen": "Wikipedia Kanada warehouses; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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  "id": "B22",
  "titel": "Krematorium IV (Ruine) und Aufstand 7. Oktober 1944",
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  "lat": 50.04033,
  "lon": 19.16795,
  "text": "Am 7. Oktober 1944 erhoben sich die Häftlinge des Sonderkommandos, jener jüdischen Männer, die zum Dienst an den Krematorien gezwungen wurden. Als die SS Mitglieder zur Ermordung aussonderte, griffen sie an. Sie sprengten Krematorium IV und töteten drei SS-Männer. Von 663 Männern des Sonderkommandos starben 451. Der Aufstand wurde niedergeschlagen. Die Gefangenen hatten Pulver von Frauen aus der Munitionsfabrik bekommen; vier Frauen, darunter Ala Gertner, wurden im Januar 1945 gehängt.",
  "quellen": "polin.pl; en.wikipedia.org Auschwitz Sonderkommando revolt; Wikipedia List of victims of Auschwitz",
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   "datei": "Crematorium IV Auschwitz II (Birkenau) in 2024.jpg",
   "beschr": "Fundamente des Krematoriums IV",
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   "lizenz": "CC BY-SA 4.0"
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  "titel": "Krematorium V (Ruine)",
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  "text": "Krematorium V wurde am 4. April 1943 fertig. Am Abend des 2. August 1944 wurden die verbliebenen Frauen, Kinder und Alten des Zigeunerfamilienlagers hierher gebracht und ermordet. Hinter dem Gebäude lagen Verbrennungsgruben.",
  "quellen": "Walden; roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu; OpenStreetMap (Koordinaten)",
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   "beschr": "Fundamente des Krematoriums V",
   "urheber": "Bahnfrend",
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  "id": "B24",
  "titel": "Bunker 2 («Weißes Haus»)",
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  "text": "Das «Weiße Haus» war ein zur Gaskammer umgebautes Bauernhaus, ab dem Frühjahr 1942 in Betrieb, ergänzt durch Entkleidungsbaracken. Zuvor war schon das «Rote Haus» (Bunker 1) umgebaut worden, wohl im Mai 1942. In der Nähe lagen Gruben, in denen Leichen verbrannt wurden, als die Krematorien nicht mehr ausreichten, vor allem 1944. Die Grundmauern sind erhalten; Gedenksteine erinnern an die Opfer.",
  "quellen": "dfb.de Auf den Spuren von Julius Hirsch; ssps.cz Chronik; phdn.org (Pressac Bunker 2)",
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  "region": "auschwitz",
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