Stolpersteine für Erna und Gustav Gersinski
An der Wilhelmstraße liegen Stolpersteine für Erna und Gustav Gersinski, verlegt am 20. Februar 2020.
Erna Gersinski
Erna Gersinski, geborene Jung (1896 in Velten bis 1964 in Hennigsdorf), war 1919 für die KPD Gemeinderätin. Im September 1933 wurde sie acht Wochen im KZ Oranienburg festgehalten und misshandelt. Später half sie im Widerstand, kümmerte sich um Kinder Verfolgter und traf sich mit Zwangsarbeitern. Nach 1945 war sie Stadtverordnete.
Gustav Gersinski
Gustav Gersinski (1893 in Groß Brausen bis April 1945 im KZ Bergen-Belsen) war Ortsgruppenvorsitzender der KPD. 1933 wurde er verhaftet (Rathauskeller Velten, Sonnenburg, Lichtenburg) und Ende 1934 entlassen. Er hielt Kontakt zu Zwangsarbeitern, besonders zu tschechischen. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er erneut verhaftet und kam ins KZ Sachsenhausen und dann nach Bergen-Belsen. Sein letzter Brief stammt von etwa dem 10. April 1945. Die Viktoriastraße hieß von 1946 bis 1991 Gustav-Gersinski-Straße.
Abweichende Angaben
Das Todesdatum ist nicht einheitlich überliefert: Die Broschüre nennt April 1945, Wikipedia nur 1945. Nach Wikipedia liegen in der Wilhelmstraße drei Stolpersteine, die Zuordnung der Hausnummern ist zwischen den Quellen nicht einheitlich.
Lage: Anhaltspunkt an der Wilhelmstraße nach der Adresse laut Stadt Velten, nicht eingemessen, Abweichung einige zehn Meter. Welche Steine wo liegen, ist vor Ort noch zu prüfen. · 52.69210, 13.17200
Quellen: Broschüre «Erna und Gustav Gersinski und Richard Ungermann» der Initiativgruppe gegen Gewalt und Rassismus Velten; Wikipedia, «Liste der Stolpersteine in Velten»; Stadt Velten, Seite Stolpersteine: Stadt Velten, Seite Stolpersteine.
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