Eine Kachel fehlt
Velten · V26

Veltener Ofenfabrik AG (Veltag), Friedrichstraße

Lager und Betriebebelegt (Infotafel, Literatur), Lage ungefähr

Die Ofenfabrik an der damaligen Friedrichstraße 32 wurde 1871 von Klaetsch und Kellermann gegründet, kam 1884 an die Familie Blumenfeld und wurde 1905 die Veltener Ofenfabrik AG. 1924 übernahm sie die Fabriken der Keramik AG, seit 1933 heißt sie Veltag, seit 1948 Veltak. Später war sie Werk des VEB Plattenwerk Max Dietel Meißen und des Kombinats Fliesen und Sanitärkeramik Boizenburg. 1997 wurde der Produktionsstandort aufgegeben.

Zu Kriegsbeginn galt die Veltag als kriegswichtiger Betrieb, 1944 setzte sie Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion ein. Ein Lager der Veltag bestand an der Mühlenstraße (V11). Welche Unterkünfte zum Hauptwerk gehörten, ist nicht belegt; die Unterkunft an der Friedrichstraße (V25) gehörte wahrscheinlich dazu, ein Beleg liegt bisher nicht vor.

Blau gerahmte Informationstafel mit einem historischen Foto einer mehrgeschossigen Backsteinfabrik, darunter Text und ein alter Stadtplan
Infotafel Standort 14 des Ofenfabrik-Rundwegs: Ansicht der Ofenfabrik Richard Blumenfeld AG, Friedrichstraße 32, 1905. Quelle: Foto: Jens-Martin Krieg, 27.12.2023. Inhalt der Tafel: Betreiber des Rundwegs, Rechte an Archivbild und Plan nicht abschließend geklärt.

Lage: Anhaltspunkt an der heutigen Rosa-Luxemburg-Straße (früher Friedrichstraße), nach den Adressen der Tafel und OpenStreetMap, nicht eingemessen. Auf dem aktuellen Luftbild liegt dort ein großer Hallenkomplex mit Brachflächen. · 52.68260, 13.17940

Quellen: Infotafel Standort 14 des Ofenfabrik-Rundwegs Velten (Foto Jens-Martin Krieg, 27.12.2023); Wikipedia «Veltak» mit Verweis auf Paul Dahms, Velten. Ein Streifzug durch die Geschichte der Ofenstadt (Veltener Verlagsgesellschaft, S. 91 bis 94 und 98 bis 99, nicht eingesehen); OpenStreetMap.

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